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ABE Abkürzung für Allgemeine Betriebs-Erlaubnis, diese gilt für ein Fahrzeug oder ein Zubehörteil. Wichtig: Verwendet man nicht freigegebene Zubehörteile (z.B. Räder oder Reifen), dann erlischt mit der Betriebserlaubnis auch die Zulassung des Fahrzeugs – einschließlich der Versicherungsschutz!
Abnutzungsanzeiger Der Abnutzungsanzeiger (engl.: TWI = Tread Wear Indicator) ist die Bezeichnung für in der Lauffläche integrierten Abriebsindikatoren. Diese bilden schmale durchgehende, 1,6 Millimeter hohe Stege im Profilgrund. Der TWI wird im Profil sichtbar, sobald die Mindestprofiltiefe erreicht ist. Die Lage der Indikatoren ist ganz oben auf der Seitenwand gekennzeichnet. (-> Laufleistung)
Abrieb Jeder Reifen verschleißt. Besonders betroffen ist die Lauffläche, die über das Profil in direktem Kontakt zur Straße steht. Da ein Reifen beim Beschleunigen, Bremsen und Abrollen immer etwas durchrutscht (Fachbegriff: Schlupf), wird kontinuierlich Gummi von der Lauffläche bzw. dem Profil abgetragen. Anhand des Abriebbildes erhält man Hinweise auf falsche Einstellungen oder Schäden am Fahrwerk. Ein regelmäiger Reifencheck ist deswegen ratsam.
Abriebsbild Das Abriebsbild eines Reifens liefert Hinweise auf Fehleinstellungen am Fahrwerk, z.B. falsche Spur- oder Sturzeinstellungen. Auch defekte oder verschlissene Stoßdämpfer sowie ein falsch eingestellter Luftdruck können zu einem ungleichmäßigen Abrieb führen. Wir empfehlen eine regelmäßige Kontrolle von Luftdruck und Profil durch den Fahrer sowie des Fahrwerks durch den Fachhandel.
Abrollgeräusch Das Abrollgeräusch wird in Dezibel gemessen und bezeichnet das Geräusch, welches ein Reifen auf der Fahrbahn verursacht. Beeinflusst wird die Geräuschbildung durch die Fahrbahnoberfläche, die Profilgestaltung und den Reifenaufbau. Reifen moderner Bauart zeichnen sich durch ein optimiertes, niedriges Abrollgeräusch aus. Grenzwerte sind in einem europäischen Standard festgelegt. Die Einhaltung wird mit einer so genannten S-Markierung auf dem Reifen dokumentiert.
Abrollumfang Der Abrollumfang ist die bei exakt einer Radumdrehung zurückgelegte Strecke. Dieser Umfang ist abhängig vom Reifendurchmesser und beeinflusst direkt die Gesamtübersetzung des Fahrzeugs sowie die Tachoanzeige. Weicht der Abrollumfang einer Umrüstgröße stark von der Serienbereifung ab, muss die Tachoanzeige geprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Ein Reifen mit kleinerem Abrollumfang bewirkt eine kürzere Übersetzung. Folge: Die Beschleunigung wird besser, bei hoher Geschwindigkeit aber könnte sich die Drehzahl durchaus im roten Bereich bewegen, da die Motordrehzahl bei gleicher Geschwindigkeit höher ist. In der europäischen Norm (ETRTO) ist für PKW-Reifen eine Toleranz von +1,5% und -2,5% festgelegt.
Achslast Zur Bestimmung des richtigen Reifens wird die in den Fahrzeugpapieren genannte Achslast als Grundlage benutzt. Das bedeutet im Normalfall, dass die Tragfähigkeit zweier Reifen die genannte Achslast abdecken muss. Bei zwillingsbereiften Achsen gilt entsprechendes für 4 Reifen.
Achsposition (s. Radposition) Die Achsposition gibt an, wo ein Reifen bisher montiert war, z.B. vorne links (VL) oder hinten rechts (HR). Reifen der verschiedenen Achsen sind unterschiedlichen Kräften ausgesetzt. Front-, Heck- oder Allradantrieb spielen dabei eine große Rolle. Generell gilt: Die besseren Reifen mit höherer Profiltiefe sollten auf die Hinterachse, da diese die Fahrzeugstabilität bestimmt. Um eine gleichmäßige Abnutzung der Reifen zu erreichen, können die Radpositionen verändert werden. Auch das Umstecken von der Antriebsachse auf die nicht angetriebene Achse ist alle 10.000 km empfehlenswert, um Sägezahnbildung vorzubeugen.
Active Corner Grip Technology Bei Kurvenfahrten wirken große Druckkräfte auf die Aufstandsfläche des Reifens ein. Das Fahrzeuggewicht verlagert sich dabei hauptsächlich auf die Außenschultern. Der innere Laufflächenbereich verliert hingegen an Druck. Die Active Corner Technology von Goodyear begegnet diesem Phänomen erfolgreich und sorgt für eine gleichmäßige Druckverteilung über die gesamte Laufflächenbreite. Dadurch wird die Reifenaufstandsfläche vergrößert und die Kurvenstabilität verbessert.
Airpumping Unter Airpumping versteht der Fachmann das Geräusch, welches die Luft, die beim Abrollen des Reifens aus den Profilrillen gepresst wird, verursacht. Das Profildesign moderner Reifen ist so ausgelegt, dass dieses Geräusch nicht mehr wahrgenommen wird.
All Season siehe Ganzjahresreifen
All Weather siehe Ganzjahresreifen
Alterung Reifen altern, das ist ganz normal: Äußere Einflüsse wie UV-Strahlung der Sonne, das Ozon der Außenluft, Feuchtigkeit oder extrem hohe oder niedrige Temperaturen setzen ihnen zu. Dadurch verändern sich Elastizität und Haftfähigkeit, der Reifen härtet aus. Das gilt auch für nicht oder kaum benutzte Reifen. Alterungsschutzmittel verlangsamen diesen Prozess. Das gewährleistet, dass ein mehrere Jahre richtig gelagerter Reifen nicht schlechter ist als ein Neuer. Reservereifen, die älter als sechs Jahre sind, sollten aufgrund der Lagerbedingungen (z.B. häufige und extreme Temperaturwechsel), nicht mehr dauerhaft eingesetzt werden. Für das Reifenalter gibt es keine Richtlinien oder gesetzlichen Regelungen. Feuerwehren ersetzen auch wenig gefahrene Reifen i.d.R. nach acht Jahren. Über das Alter Ihres Reifens klärt übrigens ganz leicht die DOT-Nummer auf der Seitenwand auf.
Altreifen siehe Reifenrecycling
Anforderungsprofile Vor der Entwicklung eines Reifens wird ein Anforderungsprofil erstellt. Jeder Reifen hat die Tragfähigkeit des Fahrzeuggewichtes sicherzustellen sowie möglichst hohe Antriebskräfte, Bremskräfte und Seitenführungskräfte zu übertragen - auf trockener Fahrbahn, bei Feuchtigkeit, Nässe, auf Schnee und Eis. Weitere Anforderungen an einen Reifen sind ein niedriger Rollwiderstand, geringe Geräuschentwicklung, gute Federungseigenschaften, gutmütiges Fahrverhalten, Abriebsfestigkeit sowie Hochgeschwindigkeitstauglichkeit. Bei Gelände- und SUV -Bereifung spielt auch die Robustheit eine Rolle.
Anhalteweg Der Anhalteweg ist die Summe aus Reaktionsweg und dem eigentlichen Bremsweg, auf dem die Geschwindigkeit dann vollständig abgebaut wird. Das Fahrzeug kommt zum Stehen.
Antiblockiersystem/ABS ABS ist die Abkürzung für „Anti-Blockier-System“, welches, wie der Name schon sagt, das Blockieren der Räder bei einer Vollbremsung verhindert. Vorteil: Das Fahrzeug bleibt lenkbar, der Bremsweg auf trockener, feuchter oder nasser Fahrbahn ist in der Regel gleich, meistens jedoch kürzer als ohne ABS
Antriebskraft Die Antriebskraft ist die Motorleistung, die durch den Reifen in Fahrtrichtung auf die Fahrbahn übertragen wird (Vortrieb).
Antriebsschlupf-Regelung ASR

Mit der Antriebsschlupf-Regelung (ASR) eines Fahrzeugs wird verhindert, dass die Räder bei zu starker Beschleunigung oder auf glatten oder unebenen Untergründen durchdrehen. Mittels elektronischer Sensoren wird die Kraftübertragung auf die Antriebsachse so dosiert, dass die Reifen beim Beschleunigen zuverlässig greifen.

Antriebsschlupf-Regelung ASR Mit der Antriebsschlupf-Regelung (ASR) eines Fahrzeugs wird verhindert, dass die Räder bei zu starker Beschleunigung oder auf glatten oder unebenen Untergründen durchdrehen. Mittels elektronischer Sensoren wird die Kraftübertragung auf die Antriebsachse so dosiert, dass die Reifen beim Beschleunigen zuverlässig greifen.
AOE Reifenkennzeichnung für Audi. AOE steht dabei für Audi Original Extended und bezeichnet einen von Audi empfohlenen Reifen mit Notlaufeigenschaften (RunOnFlat).
Apex Apex, zu Deutsch: Kernreiter. Bauteil in der Reifenseitenwand oberhalb des Wulstes. Der Kernreiter ist ein verstärkender Gummikeil, der für Steifheit im Wulstbereich sorgt. Bei modernen UHP-Reifen erzeugt eine Kohlefaserverstärkung des Apex bessere Lenkpräzision und schnelleres Ansprechen beim Lenken.